Foto (JMD Niederlausitz): Bei der Hilfe nach einem geeigneten Ausbildungsplatz erhielt Alija Cufta (links) Unterstützung von Solveig Reichwald vom Jugendmigrationsdienst Niederlausitz
„Jetzt kann auch ich einmal etwas zurückgeben“ - Jugendmigrationsdienst Niederlausitz (JMD) präsentiert sich auf Aktionstag „Jugend Stärken“ in Berlin
Cottbus, 21.06.2010. Wenn am Mittwoch (23.6.) Bundesjugendministerin Christina Köhler im schmucken Berliner Radialsystem den Aktionstag „Jugend Stärken“ eröffnet, wird auch der 21jährige Alija Cufta mit vor Ort sein. „Dort mit dabei zu sein finde ich richtig spannend“, sagt der junge Mann nicht ohne einen gewissen Stolz. Wer Alijas aufregenden Lebenslauf kennt, kann sein Gefühl gut nachvollziehen. „Ich kam im Jahr 1998 mit meinen Eltern und meinem Bruder nach Deutschland“, erzählt er. „Wir kamen zu Fuß. Meine Familie floh während des Bürgerkrieges aus dem Kosovo dorthin, wir beantragten Asyl und leben jetzt im brandenburgischen Guben.“ Dass Alija, der gerade seine Ausbildung zum Tourismusassistent abschließt, einmal zu einer Veranstaltung mit einer Ministerin reisen wird, hätte er sich noch vor wenigen Jahren sicher nicht vorstellen können, sagt er.
Zum Aktionstag fährt Alija Cufta mit dem Jugendmigrationsdienst Niederlausitz (JMD). Dieser wurde unter mehreren Bewerbern ausgewählt, seine Arbeit dort zu präsentieren. „Ob Hilfe bei der Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche, bei der Suche nach einem geeigneten Sprachkurs oder der Erstellung von Bewerbungsunterlagen: Der JMD Niederlausitz bietet für Jugendliche und junge Menschen mit Migrationshintergrund seit 1994 Beratung und Begleitung in Cottbus und den umliegenden Gemeinden an“, beschreibt Leiterin Solveig Reichwald das vielfältige Angebot des JMD. Dass der Jugendmigrationsdienst mit Menschen aus aller Herrn Ländern arbeitet, wird den Besuchern des Standes auf dem Aktionstag sofort deutlich werden: Über Kopfhörer werden sie in verschiedenen Sprachen mit einem „Willkommen“ und weiteren, die Arbeit des JMD beschreibenden Worten, wie „Ausbildung“ „Heimat“, „Beruf“ oder „Integration“, begrüßt. Im Rahmen einer so genannten „Kompetenzfeststellung“ bekommen interessierte Standbesucher ein Stück Draht oder Origamipapier in die Hand. Damit sollen sie spontan Figuren formen oder nach Anleitung falten. Auf einem Bildschirm läuft parallel dazu ein Film, in dem gezeigt wird, wie mit Jugendlichen im Rahmen eines Assessments solche Aktivitäten durchgeführt werden.
Alija Cufta kennt die Methoden der Kompetenzfeststellung ebenfalls. Er nutzt die Angebote im JMD-Beratungsbüro in Guben seit dem Jahr 2005. „Die Mitarbeiterinnen haben mir viel geholfen“, sagt er. Und beim Aktionstag will er sich nun für die Unterstützung revanchieren, auch einmal etwas für den Jugendmigrationsdienst tun. „Ich fahre deshalb gern mit nach Berlin zum Aktionstag und bin gespannt, ob die Ministerin Schröder auch unseren Stand aufsuchen wird.“ Und auch Solveig Reichwald wünscht sich etwas vom Aktionstag: „Ich möchte in Berlin nicht nur auf regionale Besonderheiten in der Niederlausitz aufmerksam machen, sondern bin gespannt, dort auch einige neue Impulse für unsere Arbeit vor Ort zu erhalten.“
Hier finden Sie einen Flyer des Jugendmigrationsdienstes Niederlausitz als PDF-Datei zum Herunterladen.
Kontakt:
Jugendmigrationsdienst NL
Feldstraße 24
03044 Cottbus
Telefon 0 355 4 88 99 88
Telefax 0 355 4 88 99 88
info.jmd@diakonie-niederlausitz.de
Hintergrund: Mit der Initiative „Jugend Stärken“ will das Bundesjugendministerium benachteiligten Jugendlichen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund helfen, ihre Chancen auf eine individuelle Entwicklung und
gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Die Jugendmigrationsdienste sind ein vom Ministerium gefördertes Programm, um diese Aufgabe erfolgreich umzusetzen. Weitere Informationen zur Initiative finden Sie im Internet unter www.jugend-staerken.de.
Der Jugendmigrationsdienst Niederlausitz ist in Cottbus sowie im Landkreis Spree- Neiße in Spremberg, Forst sowie Guben tätig. Träger ist das Diakonischen Werkes Niederlausitz e.V. Weitere Informationen über
Arbeit und Aufgaben des JMD finden Sie im Netz unter: www.jmd.diakonie-niederlausitz.de oder www.diakonie-niederlausitz.de.
Das Servicebüro Jugendmigrationsdienste – Herausgeber dieser Pressemeldung – fungiert als Dienstleister für die über 400 Jugendmigrationsdienste in Deutschland. Zum Angebot gehören die Wanderausstellung „anders“ cool!“, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Internetportal www.jugendmigrationsdienste.de, über das die JMD bundesweit miteinander vernetzt sind.









