Am 6. Juni 2010 ist Frau Dr. Ruth Mattheis in Berlin verstorben.
1919 in Berlin geboren studierte sie nach dem Abitur Medizin in Halle und Berlin. Zehn Jahre, von 1952 bis 1962 arbeitete sie als Ärztin in der Kinderfürsorge und als Schulärztin in Zehlendorf. Nachdem sie 1962 in die Senatsverwaltung für Gesundheit gewechselt war, wurde sie 1968 Abteilungsleiterin für Krankenhäuser und ambulante Dienste. Auch nach Beendigung ihrer beruflichen Tätigkeit engagierte sie sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich.
Unter anderem war sie von 1984 bis 1990 Vorsitzende der Berliner Krankenhausgesellschaft. Nach der Wiedervereinigung half sie zusammen mit einem pensionierten Arzt aus dem Ostteil Berlins die Gesundheitsverwaltung neu zu ordnen. Sie war Mitglied und Vorsitzende der Ethikkommission der Ärztekammer und hat u. a. an den Entwürfen für Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen mit gewirkt. 2005 wurde sie mit der Wichernplakette des Diakonischen Werkes ausgezeichnet für ihr Engagement im Bereich der Diakonie. Sie war Patientenfürsprecherin im Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge und bei „leben lernen“, einer Wohnstätte für Menschen mit mehrfachen Behinderungen.
Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz dankt Dr. Ruth Mattheis für ihr langjähriges Engagement im Bereich der Diakonie.
Die Trauerfeier fand am Freitag, dem 18. Juni um 12 Uhr in der Dorfkirche Alt-Tempelhof am Reinhardtplatz in 12103 statt.









