Am Bahnhof brechen Reisende auf und kommen an, um am Leben teilzunehmen. Der Bahnhof ist aber auch die Zwischen- oder Endstation von Menschen, deren Erwartungen an das Leben enttäuscht, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Die Bahnhofsmission am Zoo hat rund um die Uhr geöffnet an 365 Tagen im Jahr. Ca. 1.000 Kontakte entstehen täglich an den großen Hauptstadtbahnhöfen. Neben der Hilfe am Zug (beim Ein- und Aussteigen) für Reisende und festen Zeiten, in denen die Bahnhofsmission Essen an hungrige, mittellose Menschen weitergibt, bietet sie Beratung und Vermittlung an weiterführende Stellen im Netzwerk sozialer Dienste in Berlin.
Am vergangenen Freitag, dem 13. März 2009, kamen pünktlich um 12.00 Uhr andere Gäste als üblicherweise in die Bahnhofsmission: Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann (links im Bild), Generalsuperintendent Ralf Meister (ganz rechts im Bild) und ein Team der EKBO kamen mit Körben voll Obst und „bewaffnet“ mit scharfen Schälmessern in die Mission – und nach nur einer Stunde war eine große Schüssel mit leckerem Obstsalat, Vitamin B, fertig, der dann nur noch auf die bereits vor der Tür stehenden Gäste der Bahnhofsmission wartete. Vorher nahm aber das „EKBO-Küchenteam“ noch an der Dienstbesprechung der Bahnhofsmission teil.
„Vitamin B“ ist ein Projekt des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V., das Arm und Reich die Chance bietet, nicht nur im Namen eines Berichtes der Bundesregierung zusammen zu kommen, sondern sich auch „gesund“ zu begegnen. Es finden regelmäßig in diakonischen Einrichtungen nicht ganz alltägliche „gesunde“ Begegnungen statt, z. B. zwischen einer Rechtsanwaltskanzlei und Obdachlosen oder jetzt mit den EKBO Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den meist Obdachlosen, die das Interesse und die Wertschätzung für das Leben der Anderen wecken und das Bewusstsein aller Beteiligten nachhaltig verändern können.
Ab 14.00 Uhr wurden dann der Salat, Brezeln und vieles andere ausgegeben, und an den Tischen entstanden rege Gespräche mit den „neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“. Für beide Seiten waren diese Stunden ein bereicherndes Erlebnis und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
Kontakt:
Christiane Lehmacher-Dubberke, Pressesprecherin









